„projekt
bauhaus“ :
5 versuche
zu einer
unvollendeten
idee

Im Jahr 2019 jährt sich die Gründung des Bauhauses zum hundertsten Mal. Aus diesem Anlass wurde das „Projekt Bauhaus“ von einer transdisziplinären, internationalen Gruppe von Experten mit dem Ziel initiiert, in einem auf fünf Jahre angelegten Arbeitsprozess eine kritische Inventur der Bauhaus­ideen vorzunehmen und den utopischen Überschuss des Bauhauses für die Gegenwart fruchtbar zu machen. In den fünf Jahren bis zum Jubiläum, von 2015 bis 2019, stellt „Projekt Bauhaus“ jedes Jahr eine Frage zur Diskussion und lädt alle ein, sich der experimentellen Suche nach einer Erneuerung von Kunst, Design und Architektur im Verhältnis zur zeitgenössischen Gesellschaft anzuschließen. Im Mittelpunkt steht dabei die Bauhausidee, die Grenzen der Disziplinen und die Fragmentierung der Moderne zu überwinden und mit Gestaltung Gesellschaft und Alltag zu verändern.

zu den Jahresfragen

gedanken

Das historische Bauhaus, gegründet 1919, war in den 14 Jahren seines Bestehens eher ein Projekt als eine Institution: dreimal geschlossen und an unterschiedlichen Standorten wiedereröffnet, mit sich ändernder Trägerschaft und Struktur, wechselnden Lehrkräften und Direktoren, war es stets im Umbruch. „Projekt Bauhaus“ greift diesen Projektcharakter auf und untersucht in einem auf fünf Jahre angelegten Prozess bis zum Jubiläumsjahr 2019 anhand von fünf wechselnden Themenschwerpunkten und in sich ändernden Konstellationen und Arbeitsformen die Relevanz von Bauhausideen.

Versuchen meint das Experimentieren, auch im praktischen Sinne von Ausprobieren. Suche verweigert zudem die Vorstellung von Gewissheit und Absolutheit. „Projekt Bauhaus“ verweist damit auf ein utopisches Moment, das angestrebt, aber nie erreicht wird.

Vieles am Bauhaus Angestrebte wurde nicht erreicht, doch sein Konzept hat einen utopischen Überschuss geschaffen, der bis heute nachwirkt. Noch über 80 Jahre nach Schließung der Institution besteht der Wunsch nach Fortführung des Projekts in der Gegenwart. Dabei gilt es, die Bauhausideen kritisch zu evaluieren. Denn die Kritik von Gestaltung ist eine Voraussetzung, ihr emanzipatorisches Potenzial neu zu denken. „Projekt Bauhaus“ setzt nicht einfach das historisch „unvollendete Projekt der Moderne“ fort, sondern entwickelt die Idee dynamisch in Relation zur heutigen gesellschaftlichen Situation weiter.

„Das Bauhaus war eine Idee, und ich glaube, dass die Ursache für den ungeheuren Einfluss, den das Bauhaus in der Welt gehabt hat, in der Tatsache zu suchen ist, dass es eine Idee war.“ Mies van der Rohe (1953)

aktuelles

Veranstal-
tungen

vergangen
Symposium: Kann Universalität spezifisch sein?

Symposium

Symposium: Kann Universalität spezifisch sein?

Samstag, 12.11.2016

13–21:30 Uhr

Heinrich-Böll-Stiftung e.V., Schumannstraße 8, 10117 Berlin

vergangen
Diskussion in Venedig: Kann Universalität spezifisch sein?

Podiumsdiskussion

Diskussion in Venedig: Kann Universalität spezifisch sein?

Donnerstag, 26.05.2016

17:30

Palazzo Contarini Polignac, 30100 Venezia

vergangen
„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“

Symposium, Peking

„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“

Samstag, 31.10.2015

10–19:30 UHR

Goethe-Institut China, Peking

vergangen
„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“

Pop-up-Ausstellung

„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“

Donnerstag, 03.09.2015

Mi–Mo und feiertags, 11–19 UHR

Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

vergangen
ARCH+ features 39: „Wohnungsfrage“

ARCH+ features

ARCH+ features 39: „Wohnungsfrage“

Donnerstag, 11.06.2015

19:30 UHR

HKW Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

vergangen
ARCH+ features 47: Assemble & „Projekt Bauhaus“ 2016

ARCH+ features und Vorträge

ARCH+ features 47: Assemble & „Projekt Bauhaus“ 2016

Donnerstag, 17.03.2016

19:00 UHR

KW Institute for Contemporary Art, Auguststr. 69, Berlin

vergangen
„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“

Symposium, Berlin

„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“

Freitag, 18.09.2015

Vorträge und Diskussion, Freitag 14:00 bis 22:00 UHR und Samstag 11:00 bis 20:30 UHR

Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin