Pop-up-Ausstellung

„Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“

Donnerstag, 03.09.2015

Mi–Mo und feiertags, 11–19 UHR

Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin

Pop-Up-Ausstellung
Donnerstag, 3. bis Sonntag, 20. September 2015
(Mi–Mo und feiertags, 11–19 UHR)

Eröffnung
: 2. September 2015, 19 UHR
Eintritt frei

Ergänzend zu dem internationalen Symposium „Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ (18.–19. September 2015) zeigt eine Pop-up-Ausstellung ab 2. September im Foyer des Haus der Kulturen der Welt auf 25 Tischen prototypische Projekte zum Thema.
Mehr zu dem Symposium.

Die klassische Moderne und insbesondere das Bauhaus stehen für eine Idee von Gestaltung, die Gesellschaft in einem sozialen und emanzipatorischen Sinne prägen will. Doch dieser Ambition liegen verschiedene, teilweise auch gegensätzliche Transformationsmodelle zu Grunde. Sie reichen von Ansätzen der Lebensreform, die an den individuellen Lebenspraktiken ansetzt, bis hin zu zentralen Planungen wie der Technisierung und des Sozialismus, die totalitäre Züge annehmen können. An rund einem Dutzend Beispielen zeigt der erste Teil der Ausstellung wesentliche Prototypen der historischen Avantgarden auf und spricht ihre Relevanz für heute an.

Der zweite Teil der Ausstellung stellt anhand aktueller Beispiele unterschiedliche Strategien dar, wie Gestalter heute versuchen, mit ihren Projekten Ideen eines besseren Lebens zu verfolgen. Allen Projekten gemeinsam ist, dass sie die Rolle des Gestalters relativieren. Der Gestalter imaginiert nicht mehr als heroischer Künstler-Ingenieur den neuen Menschen und eine andere Gesellschaft, sondern zielt auf dialogische Mitgestaltung gesellschaftlicher Prozesse – etwa durch Wunschproduktion, Kritik, Szenarien, Reallabore.

Vorgestellt werden Arbeiten von Jean-Nicolas-Louis Durand, Walter Gropius, Richard Kauffmann, Alexander Klein, Kasimir Malewitsch, Ernst May, Alfred Messel / Berliner Spar- und Bauverein, Nikolaj Miljutin, Reinhold Rossig, Rudolf Steiner, Bruno Taut, Mies van der Rohe, Theo van Doesburg, Vegetarische Obstbaukolonie Eden e.G.m.b.H, Martin Wagner

Architecture 00, Assemble, Center for Urban Pedagogy, City of Amsterdam, Didier Faustino, Duany Plater-Zyberk & Company, Dunne & Raby, Förderverein Berliner Schloss e. V., Good Mood Lda, Greenpeace, Holzmarkt e.G., Kuehn Malvezzi, Lacaton & Vassal, Van Bo Le-Mentzel, raumlaborberlin, Recetas Urbanas / Santiago Cirugeda, SMAQ, Schultes Frank Architekten, The Yes Men, West 8, Zones Urbaines Sensibles

Eröffnungs-Talk am 2. September 2015 um 19 Uhr
Mit Jesko Fezer, Christa Kamleithner, Mateo Kries, Philipp Oswalt, Jörg Petruschat.
Moderation Anh-Linh Ngo.

Pop-up-Ausstellung im HKW Berlin

Foto: Micki Rosi Richter

Ausstellungskonzept von Philipp Oswalt, Nicole Minten-Jung mit Kerstin Faber, Anita Jozic und Jan Bovelet.

Ausstellungsgrafik von Charlotte Cassel, Tobias Tschense (Meiré und Meiré) und Andreas Dimmler.

In Kooperation mit Haus der Kulturen der Welt und Universität Kassel – Fachgebiet Architekturtheorie.
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Veranstalter ist ARCH+ Verein zur Förderung des Architektur- und Stadtdiskurses e.V., Auguststraße 69, 10117 Berlin.logo_arch+_verein_short