Im Zeitalter der potentiell anbrechenden Massenkreativität sind die omnipotenten Gestalter der historischen Avantgarden nur noch Fetisch und Museumsstück.

Christoph Schäfer (PlanBude)

Interdisziplinäres Team aus Architektur, Stadtplanung, Kunst und Film, Urbanistik und sozialer Stadtteilarbeit

Hamburg

Im Zeitalter der potentiell anbrechenden Massenkreativität sind die omnipotenten Gestalter der historischen Avantgarden nur noch Fetisch und Museumsstück. Der ihren Phantasien zugrunde liegenden, idealistischen Philosophie setzte Baruch de Spinoza im 17. Jahrhundert eine materialistische Auffassung von (Gestaltungs-)Macht entgegen, die aus der Zusammenarbeit der Vielen entspringt. Interessanterweise entwickelt Spinoza seine gesamte Ethik aus dieser Macht, diesem weltverändernden Vermögen der Multitude. Für „Gestalter“ im engeren Sinne bedeutet die Untrennbarkeit von Ethik und Gestaltungsmacht eine neue Handlungsagenda – in der Gestaltung von selbstorganisierten Plattformen, autonomen Projekten und kollektiven Prozessen der Vielen.

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