„Was sich verändert, stiften die Designer“.

Wolfgang Ullrich

Kunsthistoriker und Kulturwissenschaftler

München

„Was bleibet aber, stiften die Dichter“. So heißt es bei Hölderlin – und man könnte anfügen: „Was sich verändert, stiften die Designer“. Aber ganz so einfach ist es nicht. Vielmehr sind die Gemeinsamkeiten zwischen Dichtern und Designern größer als die Unterschiede. Beide interpretieren Tätigkeiten und Situationen, beide sorgen für Vielfalt und Differenzen. Sie machen die Wirklichkeit wirklicher allein durch die Art und Weise, wie sie Aufmerksamkeit regulieren, nur dass die einen dies mit Worten tun, die anderen mit Dingen. Es ist an der Zeit, Designer als die wichtigsten Dichter einer Gesellschaft anzuerkennen, die sich mehr als frühere Gesellschaften über Dinge, über Konsum, Marktforschung und Marketing bestimmt.

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