„kann
gestaltung
gesellschaft
verändern?“

Ausgangspunkt der ersten Jahresfrage ist der utopische Anspruch des Bauhauses, durch Gestaltung eine neue Gesellschaft zu erschaffen. Inwiefern hat sich dieser Anspruch eingelöst? Oder schreiben wir Gestaltern eine größere Wirksamkeit zu als dies der Fall ist? Einerseits wird dieser Anspruch heute unreflektiert für die Gestaltungsdisziplinen übernommen. Andererseits projiziert die Gesellschaft die Lösung offener Fragen, Interessenkonflikte und Widersprüche gerne auf Gestalter und Künstler als heilsbringende Experten, anstatt sich selber den Dingen zu stellen. Ist es überhaupt wünschenswert, dass Gestaltung Gesellschaft verändert? Und trotz allem: Welche Gestaltungspraktiken gib es heute, die dieser utopischen Idee nahekommen?

Diskussion

Veranstaltungen

Video-
Dokumentation
des Symposiums

Alle Beiträge des Symposiums „Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ sind auf unserem Youtube-Kanal zu finden.

Publikationen

1. Publikation des „Projekt Bauhaus“

1. Publikation des „Projekt Bauhaus“

18,00 EURO

1. Publikation des „Projekt Bauhaus“

1. Publikation des „Projekt Bauhaus“

18,00 EURO

Vor einem Jahr wurde die internationale Initiative „Projekt Bauhaus“ in Berlin gegründet. Nun liegt die Publikation zur ersten Jahresfrage „Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ vor.
Die am 17. März 2016 erschienene Ausgabe Nr. 222 der Zeitschrift ARCH+ stellt die Resultate der einjährigen Befassung mit dieser Frage vor und bezieht dabei die Ergebnisse von Symposion und Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt im September 2015 ein.

Mit Beiträgen von Assemble Studio, Pier Vittorio Aureli, Anthony Dunne, Thomas Flierl, Boris Groys, Reinhold Martin, Henk Oosterling, PlanBude, Raumlabor, Tomás Saraceno, Luigi Snozzi, Wolfgang Ullrich, Jean-Philippe Vassal, Margarete Vöhringer und anderen.

Mehr zum Heft und Bestellung auf www.archplus.net.

Kollektiv für sozialistisches Bauen: Proletarische Bauausstellung

Kollektiv für sozialistisches Bauen: Proletarische Bauausstellung

24,00 EURO

Kollektiv für sozialistisches Bauen: Proletarische Bauausstellung

Kollektiv für sozialistisches Bauen: Proletarische Bauausstellung

24,00 EURO

Im Jahr 1931 fand in Berlin die Proletarische Bauausstellung statt. Das Kollektiv für sozialistisches Bauen entwickelte sie als Gegenposition zur Deutschen Bauausstellung. „Wohnungsfrage“ hat historische Originaldokumente neu erschlossen und in einer Tagung in Zusammenarbeit mit dem „Projekt Bauhaus“ zur Diskussion gestellt. Forschungszugänge über einzelne Personen wie Arthur Korn, Alexander Altberg und Hermann Duncker sowie die Verbindungen zu Projekten wie CIAM, Marxistische Arbeiterschule und Bauhaus, aber auch die Beziehungen in die UdSSR lassen die Netzwerke und politischen Haltungen der Architekturmoderne sichtbar werden.

In einer leerstehenden Hinterhofetage in der Köpenicker Straße in Berlin wurde 1931 mit bescheidensten Mitteln eine Ausstellung aufgebaut. Sie war – als Gegendarstellung zur bürgerlichen Deutschen Bauausstellung im Westen der Stadt angelegt – die erste Aktion einer Gruppe revolutionärer Architekten, Bauarbeiter und Studenten, die sich als Kollektiv für sozialistisches Bauen um den Architekten Arthur Korn versammelt hatte.

Die Proletarische Bauausstellung zeigte die damaligen katastrophalen Wohnverhältnisse der Großstädte neben einer kurzen Weltgeschichte der Architektur als Herrschaftsinstrument, bezweifelte eine Lösung der Wohnungsfrage innerhalb des kapitalistischen Systems und präsentierte Planungsansätze aus der damaligen Sowjetunion. Sie zielte bewusst auf die Netzwerke der Modernen Architekten. Die Mitglieder der Congrès Internationaux d’Architecture Moderne (CIAM), deren Vorbereitungskomitee für den in Moskau geplanten 4. Kongress zeitgleich in Berlin tagte, hatten die Ausstellung nicht nur besucht, sondern kritisch diskutiert. Wohnungsbau war erneut ein umkämpftes Feld geworden. Die kurze Phase schien beendet, in der die Aufbruchseuphorie der Moderne politische Unterschiede überdeckte.

In einer Zeit der Straßenschlachten zwischen SA-Einheiten und kommunistischen Zellen setzten die Ausstellungsmacher auf eine zugespitzte Gegenüberstellung, die polemisch zwischen bourgeoiser und proletarischer Architektur trennte. Politische und gesellschaftliche Positionierungen galten als Voraussetzung einer architektonischen Haltung, die nach Alternativen zur technisch geprägten und sozialreformerisch angelegten Moderne suchte. Der vorliegende Band rekonstruiert mittels Kurzstatements und Originaldokumenten dieses Ereignis erstmals in seiner architektonischen und gesellschaftspolitischen Bedeutung.

Herausgeber: Jesko Fezer, Christian Hiller, Nikolaus Hirsch, Wilfried Kuehn, Hila Peleg
Texte: Heinz Deutschland, Tatjana Efrussi, Jesko Fezer, Thomas Flierl, Gregor Harbusch, Christian Hiller, Alexandra Nehmer, Philipp Oswalt, Pedro Moreira, Daniel Weiss, Karin Wilhelm, Andreas Zeese

Eine Publikation des Projektes Wohnungsfrage am Haus der Kulturen der Welt (HKW) Berlin in Kooperation mit „Projekt Bauhaus“.

Verlag: Spector Books, zusammen mit dem Haus der Kulturen der Welt, 2015
Gestaltung: Studio Matthias Görlich
Deutsch/Englisch
ISBN 978-3-95905-047-0
EUR 24,00

Vor einem Jahr wurde die internationale Initiative „Projekt Bauhaus“ in Berlin gegründet. Nun liegt die Publikation zur ersten Jahresfrage „Kann Gestaltung Gesellschaft verändern?“ vor.
Die am 17. März 2016 erschienene Ausgabe Nr. 222 der Zeitschrift ARCH+ stellt die Resultate der einjährigen Befassung mit dieser Frage vor und bezieht dabei die Ergebnisse von Symposion und Ausstellung im Haus der Kulturen der Welt im September 2015 ein.

Mit Beiträgen von Assemble Studio, Pier Vittorio Aureli, Anthony Dunne, Thomas Flierl, Boris Groys, Reinhold Martin, Henk Oosterling, PlanBude, Raumlabor, Tomás Saraceno, Luigi Snozzi, Wolfgang Ullrich, Jean-Philippe Vassal, Margarete Vöhringer und anderen.

Mehr zum Heft und Bestellung auf www.archplus.net.

Im Jahr 1931 fand in Berlin die Proletarische Bauausstellung statt. Das Kollektiv für sozialistisches Bauen entwickelte sie als Gegenposition zur Deutschen Bauausstellung. „Wohnungsfrage“ hat historische Originaldokumente neu erschlossen und in einer Tagung in Zusammenarbeit mit dem „Projekt Bauhaus“ zur Diskussion gestellt. Forschungszugänge über einzelne Personen wie Arthur Korn, Alexander Altberg und Hermann Duncker sowie die Verbindungen zu Projekten wie CIAM, Marxistische Arbeiterschule und Bauhaus, aber auch die Beziehungen in die UdSSR lassen die Netzwerke und politischen Haltungen der Architekturmoderne sichtbar werden.

In einer leerstehenden Hinterhofetage in der Köpenicker Straße in Berlin wurde 1931 mit bescheidensten Mitteln eine Ausstellung aufgebaut. Sie war – als Gegendarstellung zur bürgerlichen Deutschen Bauausstellung im Westen der Stadt angelegt – die erste Aktion einer Gruppe revolutionärer Architekten, Bauarbeiter und Studenten, die sich als Kollektiv für sozialistisches Bauen um den Architekten Arthur Korn versammelt hatte.

Die Proletarische Bauausstellung zeigte die damaligen katastrophalen Wohnverhältnisse der Großstädte neben einer kurzen Weltgeschichte der Architektur als Herrschaftsinstrument, bezweifelte eine Lösung der Wohnungsfrage innerhalb des kapitalistischen Systems und präsentierte Planungsansätze aus der damaligen Sowjetunion. Sie zielte bewusst auf die Netzwerke der Modernen Architekten. Die Mitglieder der Congrès Internationaux d’Architecture Moderne (CIAM), deren Vorbereitungskomitee für den in Moskau geplanten 4. Kongress zeitgleich in Berlin tagte, hatten die Ausstellung nicht nur besucht, sondern kritisch diskutiert. Wohnungsbau war erneut ein umkämpftes Feld geworden. Die kurze Phase schien beendet, in der die Aufbruchseuphorie der Moderne politische Unterschiede überdeckte.

In einer Zeit der Straßenschlachten zwischen SA-Einheiten und kommunistischen Zellen setzten die Ausstellungsmacher auf eine zugespitzte Gegenüberstellung, die polemisch zwischen bourgeoiser und proletarischer Architektur trennte. Politische und gesellschaftliche Positionierungen galten als Voraussetzung einer architektonischen Haltung, die nach Alternativen zur technisch geprägten und sozialreformerisch angelegten Moderne suchte. Der vorliegende Band rekonstruiert mittels Kurzstatements und Originaldokumenten dieses Ereignis erstmals in seiner architektonischen und gesellschaftspolitischen Bedeutung.

Herausgeber: Jesko Fezer, Christian Hiller, Nikolaus Hirsch, Wilfried Kuehn, Hila Peleg
Texte: Heinz Deutschland, Tatjana Efrussi, Jesko Fezer, Thomas Flierl, Gregor Harbusch, Christian Hiller, Alexandra Nehmer, Philipp Oswalt, Pedro Moreira, Daniel Weiss, Karin Wilhelm, Andreas Zeese

Eine Publikation des Projektes Wohnungsfrage am Haus der Kulturen der Welt (HKW) Berlin in Kooperation mit „Projekt Bauhaus“.

Verlag: Spector Books, zusammen mit dem Haus der Kulturen der Welt, 2015
Gestaltung: Studio Matthias Görlich
Deutsch/Englisch
ISBN 978-3-95905-047-0
EUR 24,00

co-produktion

Wir laden zur Co-Produktion ein. Wir freuen uns über die Einreichung von Ideen, Texten und kommentierten Projekten zur Veröffentlichung sowie Kooperationsvorschläge, Kommentare und sonstige Debattenbeiträge:

coop@projekt-bauhaus.de

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Parallel zum jeweiligen Jahresthema befasst sich„Projekt Bauhaus“ kontinuierlich mit weiteren Fragen zur Bauhausidee. Auch hierzu freuen wir uns über Einsendungen und Vorschläge.

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